{"id":127,"date":"2022-08-25T12:59:04","date_gmt":"2022-08-25T12:59:04","guid":{"rendered":"https:\/\/roughtranslation.uni-ak.ac.at\/?page_id=127"},"modified":"2022-09-06T07:02:37","modified_gmt":"2022-09-06T07:02:37","slug":"lab-_1-grobgesagt-krieg","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/roughtranslation.uni-ak.ac.at\/index.php\/lab-_1-grobgesagt-krieg\/","title":{"rendered":"Lab_1 Grob gesagt: Krieg"},"content":{"rendered":"\n<p>Krieg, schreibt Gayatri Chakravorty Spivak, ist der allegorische Name f\u00fcr eine extreme Form der Un\u00fcbersetzbarkeit. Trotzdem oder gerade deswegen z\u00e4hlt der Versuch; der andauernde Versuch der \u00dcbersetzung, einer \u00dcbersetzung, die immer unverwirklicht bleibt. Bei der Veranstaltung <em>ROUGH TRANSLATION<\/em> im Fr\u00fchjahr 2022&nbsp;lasen und diskutierten ukrainische Dichter*innen. Live aus der Ukraine zugeschaltet, wurde die Veranstaltung ins Auditorium der Angewandten \u00fcbertragen und konsekutiv \u00fcbersetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>In Kooperation mit brut Wien und Literaturhaus Wien unternahm das Institut f\u00fcr Sprachkunst den Versuch, mit Literatur die Weiten zwischen Kriegsalltag und Friedensnormalit\u00e4t zu begreifen und an einen gemeinsamen Ort des Sprechens zu \u00fcbersetzen. Kuratiert und moderiert von Evgenia Lopata (Kulturmanagerin und \u00dcbersetzerin, k\u00fcnstlerische Leiterin und Gesch\u00e4ftsleiterin des <a href=\"https:\/\/www.meridiancz.com\/de\/programm-2022\/\"><strong>Poesiefestivals Meridian Czernowitz<\/strong><\/a>, das auch im Jahr 2022 wieder stattfindet), es \u00fcbersetzte Anna Kolomiitseva.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu Gast waren die ukrainischen Dichter:innen Andrij Ljubka, Iryna Tsilyk, Juri Izdryk und Taras Prochasko, via Zoom aus der Ukraine zugeschaltet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Andrij Ljubka<\/strong><br>Andrij Ljubka arbeitet als Essayist, Kritiker und \u00dcbersetzer aus dem Polnischen, Kroatischen, Serbischen und Englischen. Seine Gedichte und \u00dcbersetzungen sind in verschiedenen Zeitschriften erschienen und er hat mehrere Gedichtb\u00e4nde ver\u00f6ffentlicht, darunter sein Deb\u00fct&nbsp;<em>Visim misjaciv shysofreniyi <\/em>(Acht Monate Schizophrenie, 2007). Au\u00dferdem schreibt er Kurzgeschichten und Romane. Sein erster Roman Karbid (2015) wurde von BBC Ukraine in die Endauswahl f\u00fcr das Buch des Jahres aufgenommen. Die polnische \u00dcbersetzung wurde 2017 in die engere Auswahl f\u00fcr den Angelus Central-European Literary Award aufgenommen. Neben anderen Auszeichnungen erhielt er den Literaturpreis der Kovalev Foundation in den USA und den Shevelov-Preis f\u00fcr das beste Essaybuch des Jahres 2017 in der Ukraine. Seine kulturpolitischen Kolumnen erscheinen im Online-Magazin &#8220;Zbruc&#8221;, in der Kiewer Tageszeitung &#8220;Den&#8221; und in der Krakauer Zeitschrift &#8220;New Eastern Europe\u201c. Seine Gedichte wurden u. a. ins Ungarische, Deutsche, Russische, Wei\u00dfrussische, Englische, Polnische und Portugiesische \u00fcbersetzt. Andrij Ljubka ist Mitglied des ukrainischen PEN.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Irina Tsilyk<\/strong><br>Iryna Tsilyk (geboren 1982 in Kiew) ist eine ukrainische Filmemacherin und Autorin mehrerer B\u00fccher (Lyrik, Prosa, Kinderb\u00fccher). Ihre Gedichte und Kurzgeschichten wurden ins Englische, Deutsche, Franz\u00f6sische, Polnische, Litauische, Tschechische, Schwedische, Rum\u00e4nische und Katalanische \u00fcbersetzt und auf verschiedenen internationalen Literaturfestivals und -veranstaltungen pr\u00e4sentiert, wie z. B. dem &#8220;Schamrock Festival der Dichterinnen&#8221; (Deutschland, 2018), dem &#8220;Poesiefestival Berlin&#8221; 2017, der Leipziger Buchmesse 2017, der Frankfurter Buchmesse 2016, der Vilniuser Buchmesse 2016, &#8220;Meridian Czernowitz&#8221; (Ukraine, 2015-2018), dem Internationalen Literaturfestival Vilenica (Slowenien 2008) und anderen. Als Regisseurin hat Tsilyk renommierte Kurzfilme verantwortet: \u00bbWdosvita\u00ab (2008; Eng. \u00bbBlue Hour\u00ab, 2008), \u00bbPomyn\u00ab (2012; Eng. \u00bbCommemoration\u00ab, 2012) und \u00bbDim\u00ab (2016; Eng. \u00bbHome\u00ab, 2016). F\u00fcr den Filmalmanach &#8220;The Invisible Battalion\u201d (2017) \u00fcber ukrainische Frauen im Krieg, hat sie zwei Dokumentarfilme beigetragen.&nbsp;Im Jahr 2020 hatte ihr Dokumentarfilm&nbsp;\u201cThe Earth Is Blue As an Orange\u201d \u00fcber Zivilisten in der roten Zone im Donbas beim \u201cSundance Film Festival\u201d Premiere und gewann dort den \u201cDirecting Award: World Cinema Documentary\u201d.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kateryna Kalytko<\/strong><br>Kateryna Kalytko, geboren 1982 in Winnyzja, ist Schriftstellerin und \u00dcbersetzerin. Sie schreibt Lyrik und Prosa, im Jahr 2017 erschien von ihr ein Band mit Gruselgeschichten mit dem Titel &#8220;Land der Verlorenen&#8221;, acht Lyrikb\u00e4nde sind seit dem Jahr 1999 erschienen, zuletzt, im Jahr 2021, \u041e\u0440\u0434\u0435\u043d \u043c\u043e\u0432\u0447\u0430\u043b\u044c\u043d\u0438\u0446\u044c [Orden der Schweigerinnen]. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Joseph-Conrad-Literaturpreis 2017, BBC Ukraine \u2013 Buch des Jahres 2017, Vilenica Crystal 2016. Kateryna Kalytko ist Mitglied des P.E.N Ukraine. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Taras Prochasko<\/strong><br>Taras Prochasko ist Schriftsteller und Journalist. Er geh\u00f6rt zum Autoren- und Mitarbeiterkreis der von Jurko Izdryk in Iwano-Frankiwsk herausgegebenen Zeitschrift <em>Tschetwer. Zeitschrift f\u00fcr Texte und Visionen<\/em> (<em>Donnerstag<\/em>) und war 1992 bis 1994 Co-Redakteur der Zeitschrift. 1997 arbeitete er als Lektor im Kiewer Verlag <em>Smoloskyp<\/em>. Seine Beitr\u00e4ge erschienen u.&nbsp;a. in den Lemberger Zeitungen <em>Express<\/em> und <em>Postup<\/em>, in der Internet-Zeitschrift Zbru\u010d und in der Zeitschrift <em>Tschetwer<\/em> in Iwano-Frankiwsk. Prochasko ist Mitglied der Ukrainischen Schriftsteller-Assoziation und war Stipendiat am Literarischen Colloquium Berlin. Im M\u00e4rz 2020 wurde ihm mit dem Taras-Schewtschenko-Preis der ukrainische Staatspreis f\u00fcr Kultur verliehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Veranstaltung des Institut f\u00fcr Sprachkunst \/ Universit\u00e4t f\u00fcr angewandte Kunst Wien in Kooperation mit brut Wien und Literaturhaus Wien.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Krieg, schreibt Gayatri Chakravorty Spivak, ist der allegorische Name f\u00fcr eine extreme Form der Un\u00fcbersetzbarkeit. Trotzdem oder gerade deswegen z\u00e4hlt der Versuch; der andauernde Versuch der \u00dcbersetzung, einer \u00dcbersetzung, die immer unverwirklicht bleibt. Bei der Veranstaltung ROUGH TRANSLATION im Fr\u00fchjahr 2022&nbsp;lasen und diskutierten ukrainische Dichter*innen. 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